

Wie groß Forschungs- und Innovationskraft im ATTC versammelt sind, insbesondere, wenn Mitglieder gemeinsam Projekte umsetzen, zeigte die diesjährige Verleihung des Staatspreises Verkehr: Das höchste, in zwei Kategorien verliehene Gütesiegel für innovative Spitzenleistungen im Bereich Verkehrssicherheit ging heuer an zwei Projekte, die von Joanneum Research und EBE Solutions geführt wurden. Insgesamt waren nicht weniger als fünf ATTC-Mitglieder an den Siegerprojekten beteiligt.
Verkehrsministerin Doris Bures überreichte die beiden Staatspreise im Rahmen einer Abendgala im Museumsquartier. Motto der diesjährigen Verleihung war „Sicher durchTechnologie und Kreativität". Die Ministerin bekräftigte im Rahmen der Veranstaltung, wie wichtig das Thema Verkehrssicherheit ist.
Die Expertenjury unter dem Vorsitz von Christian Keller, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Verkehrssicherheitsrats, und Othmar Thann, Direktor des Kuratoriums für Verkehrssicherheit, hat aus den Ausschreibungen zehn herausragende Projekte nominiert. Aus diesen wurden die beiden Staatspreise gekürt.
- Der Staatspreis für „Konzeption bzw. Entwicklung von Prototypen/Systemlösungen" ging an die JOANNEUM RESEARCH in Kooperation mit der ASFINAG für das Konzept: Geisterfahrer Monitoring - GeMon, bei dem Geisterfahrer frühzeitig erkannt und so die Sicherheit auf Österreichs Straßen erhöht werden kann.
- Der Staatspreis für „Am Markt eingesetzte Produkte/Systemlösungen"
wurde für das Projekt: Intelligentes System zur Identifikation und Signalisierung an Eisenbahnkreuzungen mittels Wechselverkehrszeichen (WVZ) oder Lane Lights (LL) ISIS WVZ - LL an die EBE Solutions GmbH in Zusammenarbeit mit ÖBB, Swarco Futurit und dem Kuratorium für Verkehrssicherheit verliehen. Durch dieses System kommt es zu einer Entschärfung eines großen Gefährdungspotentials an der Schnittstelle Straße und Schiene.
„Sicher durch Technologie und Kreativität“ lautet das Motto, unter dem die Verkehrsministerin Doris Bures im Museumsquartier am Mittwoch einen Staatspreis für Verkehr 2009 in der Kategorie Konzeption und Entwicklung von Prototypen/Systemlösungen an das Joanneum Graz mit dem Partner ASFINAG überreichte. Die ASFINAG stellte dabei die notwendige Testumgebung in der AVS in Inzersdorf zur Verfügung und war Partner im ausgezeichneten F&E-Projekt „GeMON“.
Die Ministerin bekräftigte im Rahmen der Veranstaltung, wie wichtig ihr das Thema Verkehrsicherheit ist. "Mehr Sicherheit auf Österreichs Straßen bedeutet weniger menschliches Leid. Daher ist es umso erfreulicher, heimische Projekte auszeichnen zu können, die einen besonderen Beitrag zu mehr Verkehrssicherheit leisten", so Bures.
GeMON ist eine Softwarelösung zur automatisierten, videobasierten Detektion von Geisterfahrten. Die grundlegende Idee des vorliegenden Systems ist es, die bereits vorhandene videobasierte Kamerainfrastruktur zu nutzen, um gefährliche Situationen, die u.a. durch Geisterfahrten verursacht werden, robust und frühzeitig zu erkennen. Der Prototyp erlaubt es nun erstmalig, Geisterfahrten im Freiland unter nicht kontrollierbaren Umweltbedingungen zu erkennen - ohne dabei die Fehlerrate bei der videobasierten Auswertung durch störende Einflüsse (Schneefall, Regen, Scheinwerferkegel, Drehleuchten in der Nacht, etc.) zu erhöhen.
Seit Beginn 2009 ist das System in Form einer Testinstallation im Betrieb. Durch die im Realbetrieb gewonnene Erfahrung konnte das System in seiner Robustheit abermals wesentlich gesteigert werden.

Rund 200 hochrangige Vertreter aus Wirtschaft, Wissenschaft, Industrie, Medien und Politik folgten gestern Abend der Einladung des Austrian Traffic Telematics Cluster (ATTC) zum 6. talkMobility in das Studio 44 der Österreichischen Lotterien am Rennweg. Neben dem Vortrag „Mit Sonnenkraft um die Erde“ von Solar-Pionier Louis Palmer, standen eine Podiumsdiskussion zum Thema „Alternative Antriebsenergien & die verkehrstelematischen Herausforderungen“ sowie die Aufnahme von zwei neuen Mitgliedern – IBM und Thales - auf dem Programm. ATTC-Generalsekretär Hartwig Hufnagl führte wie gewohnt engagiert durch den Abend.
Das brisante und hochaktuelle Thema lässt niemanden kalt und zieht viele an. Das wurde auch beim Blick auf die Gästeliste deutlich: Unter den Besuchern befanden sich Bundesminister Nikolaus Berlakovich, ATTC-Präsident und ASFINAG-Vorstandsdirektor Alois Schedl, Siemens-Generaldirektorin Brigitte Ederer, IBM-Generaldirektor Leo Steiner, SKIDATA Vorstandsmitglied Robert Weißkopf, Frequentis-Vorstandsmitglied Christian Pegritz, Thales-Geschäftsführer Alfred Veider, und viele andere.

19. Weltkongress für Intelligente Verkehrssysteme, vom 17. - 21. September 2012, in Wien
Der Prix ATTC ist ein Ideenwettbewerb der vom ATTC 2010 bereits zum fünften Mal durchgeführt wird. Der Ideenwettbewerb bietet jungen Forschern – Schülern, Fachhochschülern, Studenten und Jungunternehmern – die Möglichkeit, an der Entwicklung intelligenter Verkehrslösungen mit zu wirken.